
Er war eine der bekanntesten Stimmen der Country Musik. Cash
nahm �ber 1.500 Lieder auf, die fast 500 Alben f�llten.
Seine Karriere spannte sich �ber mehr als vier Jahrzehnte und wurde von Titeln
wie:
"A Boy Named Sue", "Folsom Prison Blues", "Ring of Fire"
und "Walk The Line" gepr�gt.
J. Cash hatte nicht nur eine zeitlang die dominierendste
Stimme in der Country Musik, sondern er mischte auch kr�ftig in der Pop Szene
mit,
in der er gegen "Gegner" wie die Rolling Stones und die Beach Boys
antrat und 48 Singles in die Billboard�s pop Charts brachte.
Seine 10 Grammys und der ihm im Jahr 1998 verliehene
Grammy f�r das Country Album des Jahres "Unchained" zeigen von seinem
Lebenswerk.
Man spricht davon, dass der Song "Walk The Line" von mehr als hundert
S�ngern und Gruppen nachgespielt wurde.
J. R. Cash wurde am Freitag dem 26. Februar 1932 in Kingsland,
Arkansas geboren.
Seine Eltern bauten untertags Baumwolle an und sangen am Abend Hymnen und
Gospels.
Im Alter von 12 Jahren schrieb er Gedichte und Lieder und stellte so die Weichen
zu seiner Musikkarriere.
Nach der Highschool trat er in die Airforce ein. Da die
Airforce J.R. nicht als Vornamen akzeptierte, w�hlte er John als Vorname.
W�hrend er in Deutschland
stationiert war, kaufte er seine erste Gitarre und gr�ndete eine Band.
Als seine Dienstzeit zu Ende war, ging er nach Memphis und versuchte dort in
der
Musikszene Fu� zu fassen, 1954 sprach er bei Sam Phillips von Sun Records vor
und hoffte einfache Gospelsong aufzunehmen.
Phillips, der Mann der Elvis Presley und Jerry Lee Lewis entdeckte, steuerte
Cash in eine mehr kommerzielle Richtung.
Cash�s erste Single "Hey Porter" hatte ein nicht
sehr erfolgreiches Debut. Aber seine folgenden Aufnahme, (1955) "Cry, Cry,
Cry" erregte landesweite
Aufmerksamkeit. "Folsom prison Blues" ging 1956 in die Top 50
der Country Singles und "I Walk The Line" wurde sein erster Nummer 1
Hit.
1957 machte er seine ersten Erfahrungen an der Grand Ole Opry.
1958 hatte er bereits 50 Songs ver�ffentlicht, mehr als 6 Millionen
Schallplatten verkauft und wechselte zu Columbia.
Ende 1950, Anfang der 60er setzte sich die Serie der gro�en
Hits fort. Nummern wie "Don�t Take Your Guns To Town", I Got
Stripes",
"Ring Of Fire", "Understand Your Man" und "The Ballad
Of Ira Hayes" waren Meilensteine in diesem Karriereabschnitt.
Er machte weltweite Tourneen und spielte kostenlos in amerikanischen Gef�ngnissen.
1968
:
Johnny
Cash at Folsom Prison
(
CBS/CL-2839/CS-9637 )
wurde
am 13.1.1968 live in Folsom Prison aufgezeichnet,
die
ausgekoppelte Single "Folsom Prison Blues" kam am 1.6.1968 in die Billboard-Charts
u. war dort 18 Wochen lang, davon 4 Wochen auf Platz 1.
Das Album selbst war 89 Wochen in den Country-Charts,
davon ebenfalls 4 Wochen auf Platz 1 sowie 122 Wochen in den Pop-Charts, wo es
bis Platz 13 kam.
1969
:
Johnny
Cash at San Quentin
(
CBS/CS-9827 )
wurde
am 24.2.1969 live in San Quentin aufgenommen,
kam
im Juni 1969 in die Billboard-Charts, war
70 Wochen in den Pop-Charts, davon 4 Wochen auf Platz 1.
Gleichzeitig 55 Wochen in den Country-Charts, davon
20 Wochen auf Platz 1.
1969
:
San
Quentin / A Boy named Sue
(
CBS/4-44944 )
wurde
ebenfalls am 24.2.1969 aufgenommen,
war in den Country-Charts 5 Wochen Platz 1, in den
Pop-Charts 3 Wochen auf Platz 2.
Das aufreibende Showleben forderte seinen Tribut.
Drogenprobleme beendeten seine erste Karriere und endeten mit seiner ersten
Heirat.
Aber 1967 bekam er mit Hilfe seiner Gesangspartnerin June Carter sein Leben
wieder in Griff.
Ein Jahr darauf heiratete er June Carter und feierte ein triumphales Comeback.
June Carter und Johnny Cash hatten zusammen f�nf Kinder.

Am Ende dieses Jahrzehnt war Johnny Cash die "Stimme der
Country Music". Im Herbst 1969 brachte er die besten Acts der Welt und
verdr�ngte
damit sogar die Beatles. In diesem Jahr verdiente er 5 Prozent von allen
verkauften Tontr�gern in den USA.
Die "Johnny Cash Show" wurde von ABC TV von 1969 bis 1971 ausgestrahlt
und brachte G�ste wie Bob Dylan, Merle Haggard und Louis Armstrong.
In den 70ern nahm er weitere Platten auf und seine Stil wurde
mehr progressiv und weniger kommerziell. Nie hatte er seine Liebe zur
Gospelmusik aufgegeben
und so produzierte er mit Larry Murray einen Film basierend auf der
Lebensgeschichte Jesus.
Der Film "Gospel Roads" kam 1973 in die Kinos mit Cash und June Carte
als Maria Magdalea in den Titelrollen.
In seinem 1971er Hit "Man In Black" sagt Cash, dass
seine schwarze Kleidung die Unterdr�ckten der Welt symbolisiert.
Er singt: "Ich w�rde gerne wie ein Regenbogen gekleidet sein, wenn
alles auf der Welt in Ordnung ist"
Das hat er nicht erlebt. Er starb als "MAN IN BLACK"
Cash�s gleichnamige Autobiographie (1975) wurde weltweit 1.3 Millionen mal verkauft!
1980, im Alter von 48 Jahren wurde Cash als j�ngster lebender
K�nstler in die "Hall Of Fame" aufgenommen.
Er war Teil des weltber�hmten Quartetts "The Highwaymen", mit Willie
Nelson, Waylon Jennings und Kris Kristofferson als Partner.
Als die Drogenprobleme in Folge der Einnahme von Schmerzmitteln zur�ckkehrten,
ging Cash in die Betty Ford Klinik.
Am Ende dieser Dekade begann Cash�s Popularit�t zu schwinden
- an anderer Sound fand Einzug in die Country Musik Szene
und er beendete seinen Vertrag mit Columbia. Ein neuer Kontrakt mit Mercury
Nashville konnte seinen fr�heren Erfolg nicht mehr wiederholen,
seine Konzerte erfreuten sich aber nach wie vor gro�er Beliebtheit.
1996 wurde Parkinson bei Cash diagnostiziert, fr�here
Untersuchungen sprechen von einem Shy-Drager Syndrom,
eine unheilbare Nervenkrankheit mit �hnlichen Symptomen und Auswirkungen wie
die Parkinsonsche Krankheit.
"Meine Wurzeln liegen in der Arbeiterschicht", sagte
Johnny Cash 1987 in den Music City News. Ich kann mich sehr wohl daran erinnern
wie es ist, 10 Stunden am Tag Baumwolle zu pfl�cken. Ich kann mich deshalb so
gut daran erinnern, weil ich es nie wieder machen will.
Quelle: CNN by Mary Jo DiLonardo
�bersetzt von Heribert Naber
